Eine Graffiti- & eine Formel-Wand, eine Tribüne, jede Menge spannende Möbelstücke, ein Fernseher im Heimkinoformat mit Webcam und Mikrofon sowie ein schwerer Vorhang – das sind die Zutaten für die neue Zukunftswerkstatt in der Georgstraße. Was noch fehlt für den Erfolg? Der kreative Input aller Nutzerinnen und Nutzer! Der Startschuss für die neue Zukunftswerkstatt erfolgte nun im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier.

Warum wird überhaupt eine Zukunftswerkstatt benötigt?

Die Bankenbranche befindet sich im Wandel und somit auch die VR Bank Ravensburg-Weingarten eG. Der Transformationsprozess ist dabei geprägt vom „Customer First Ansatz“ – wonach die Prozesse aus Kundensicht weiter optimiert werden. Die immer rasanter fortschreitende Digitalisierung schafft zum einen neue Möglichkeiten und bietet mit optimal darauf ausgelegten Prozessen die Möglichkeit eine neue Qualität und Geschwindigkeit in der Kundenberatung und -Betreuung zu erreichen. Zum anderen hat sie aber auch den Wettbewerb neu definiert und neue Wettbewerber (FinTechs) auf den Markt geworfen. Auch die Zinsentwicklung sowie die zunehmende Regulatorik erfordern eine Anpassungsfähigkeit der Banken auf die neuen Gegebenheiten. Und nicht zuletzt ist das Thema „New Work“ für jeden Arbeitgeber relevant – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen anderen Anspruch an ihre Arbeitgeber. Neben zahlreichen weiteren Aspekten verlangen diese Faktoren, dass die Agilität, Kreativität  und Veränderungsbereitschaft in Unternehmen hochgefahren werden – selbstverständlich auch in der VR Bank Ravensburg-Weingarten eG. Die neue Zukunftswerkstatt soll dazu beitragen.

Wenn man sich in die Räumlichkeiten der Zukunftswerkstatt in den 3. Stock der Georgstraße verirrt, glaubt man zunächst nicht daran, noch in der Hauptstelle einer Bank zu sein. Ins Auge fällt direkt eine schrille Graffitiwand, bevor man versucht, sich zu erinnern, ob man die Formeln auf der seitlich anschließenden Wand noch aus dem Mathe- oder Physikunterricht kennt. Auch das Mobiliar erinnert eher an einen Jugendtreff als an einen Konferenzraum in einer Genossenschaftsbank. Aber genau darauf kommt es auch an: „In der neuen Zukunftswerkstatt soll man kreativ und frei denken können, dafür ist es wichtig, dass man in dem Raum die bekannte Umgebung verlässt und dazu eingeladen wird, um die Ecke zu denken“, so Michael Fella (Bereichsleiter Vertriebsmanagement & Mitglied des Strategieteams der Bank) bei der feierlichen Eröffnung mit Vorstand und Bereichsleitern. Mobiliar und Einrichtung bieten dabei eine maximale Flexibilität: „Die Hocker kann man schnell zu Sitzgruppen umplatzieren, über die Tribüne kann man gemeinsam einem Input lauschen, der Fernseher ist unter anderem als virtuelles Whiteboard gedacht und am Hochtisch kann man auch mal mit Stift und Papier arbeiten – wenn man das möchte“, sagt Helmut Schmeh (Bereichsleiter Privatkunden & Mitglied des Strategieteams).

„Michael Fella und ich haben vom Vorstand bei der Gestaltung freie Hand bekommen. Nach dem Feedback, welches wir im Rahmen der Eröffnung von allen Seiten bekommen haben, sind wir sicher, dass die Beiden das nicht bereuen“, erklärt Helmut Schmeh mit einem Augenzwinkern. „Uli Schuh, der uns in der Gestaltung und Einrichtung begleitet hat, hat sich zunächst gar nicht getraut, das Konzept so umzusetzen, hatte dann jedoch eine große Freude an dem Projekt“, ergänzt Michael Fella.

Der Raum wird übrigens allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen – einzige Voraussetzung: Der Raum soll für kreative Prozesse genutzt werden, d.h. Ideen ausspinnen, brainstormen oder agil Themen in die Umsetzung bringen. Dabei eignet sich die Zukunftswerkstatt aufgrund der vorhandenen Technik auch für hybride Veranstaltungen. Kolleginnen und Kollegen im mobilen Arbeiten können sich über die Kamera zuschalten oder externe Referenten können virtuell ihren Beitrag leisten.